Werkhofspiel 2011: Sophie Scholl - Die letzten Tage

Ein beklemmendes, psychisch schweres Stück hatten sich die Jugendlichen des Abschlussjahrs für ihre Theateraufführung herausgesucht. Die letzten Tage von Sophie und Hans Scholl und ihrer Studienfreunde Christoph Probst, Alexander Schmorell sowie Willi Graf - die letzte Protestaktion gegen das Terrorregime der Naziherrschaft, die Entdeckung, Verhaftung, die Verhöre und am Ende die Verurteilung zum Tode.

Mit großem Einfühlungsvermögen, langem Atem und einer tiefen Konzentration auf die darstellerische Ausdrucksform gelang es den zehn Auszubildenden, das  von Gerald Friese umgeschriebene und von Nike Mensebach ausdruckssprachlich eingeübte Drehbuch auf die Bühne zu bringen.

Keiner der Zuschauer in den 3 Aufführungen konnte sich der intensiven Stimmung dieser bedrückenden Szenen entziehen und jeder erlebte die Tragik der Gruppe „Die Weiße Rose" knapp 70 Jahren später nach und kam mit einem nachdenklichen Gefühl aus dem Theatersaal.

Der Applaus am Ende jeder Aufführung galt dem Können der jungen Schauspieler, aber auch den Mithelfern für Regie, Einübung, Bühnentechnik, Kostüme und Maske.

Den wohl schönsten Lohn empfingen die jugendlichen Mimen durch einen überraschenden Besuch einer Aufführung von der in Stuttgart lebenden Schwester der Geschwister Scholl und das anschließende Gespräch mit ihr, in dem sie ihr Fragen zur damaligen Zeit stellen durften.

Eine Rezension zur Aufführung können Sie hier lesen.

 

Michael Bauer Werkhof
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